Mayday Linz

Mayday 2026: Löhne rauf, Preise runter – unsere Arbeit ist MEHR wert!

Linz, Freitag, 1. Mai 2026:

  • 10:30 Uhr, Schillerpark, Treffpunkt und Auftaktkundgebung
  • 11:30 Uhr, Landstraße, Demo
  • 12:00 Uhr, Hauptplatz, Schlusskundgebung

Fest- und Feierveranstaltungen:

  • ab 12:00 Uhr, Kapuzinerstraße 36, KV KAPU: 1. Mai Gulasch und Bier
  • ab 14:00 Uhr, Melicharstraße, Mai- und Straßenfest der KPÖ

Aufruf zur 1. Mai-Demonstration – Mayday 2026 in Linz

Löhne rauf, Preise runter – unsere Arbeit ist MEHR wert!

Linz, mitten in Österreich, mitten in Europa: Wir sind Spitzenreiter. Aber nicht bei der Lebensqualität für alle, sondern bei der schamlosen Ungleichheit. Während Konzerne Rekordgewinne einfahren und Vermögen sich bei den obersten Prozenten stapeln, wird für uns das Leben unbezahlbar. In Österreich ist Vermögen so ungleich verteilt, wie kaum in einem anderen Land der Euro-Zone. Das aber ist kein Naturgesetz, sondern Politik.

Umverteilung findet nur von unten nach oben statt – dafür sorgt die herrschende Politik seit Jahrzehnten. Und von dieser stetigen fehlgeleiteten Umverteilung ist aktuell kein Lebensbereich ausgenommen.

Steigende Mieten, steigende Preise für Lebensmittel und Energie – sie alle wandern in Taschen, die bereits gut gefüllt sind. Konzerne schreiben Milliardengewinne, und WIR? WIR bleiben auf der Strecke. WIR, das sind alle, die auf ein Einkommen angewiesen sind, um sich ihr Leben zu finanzieren. Und WIR sind viele!

Ob im Stahlwerk, an der Supermarktkasse, im Krankenhaus oder bei der unbezahlten Care-Arbeit zu Hause: WIR halten den Laden am Laufen. Aber der Mehrwert, den wir schaffen, landet in den Taschen jener, die ohnehin schon alles haben. Die unteren 50 % besitzen gerade einmal 2,5 % des Vermögens.
WIR sagen klar:
Schluss damit. Löhne hoch – Preise runter! Unsere Arbeit ist MEHR wert!

Der Mayday steht heuer auf, um gegen diese extreme Ungleichheit anzukämpfen und aufzuzeigen, wer den Mehrwert eigentlich schafft – nämlich WIR. Wir alle!

Wer arbeitet, muss von der eigenen Arbeit leben können und auch wer nicht arbeitet – im klassischen Erwerbsarbeitsdenken – wir alle haben ein Leben in Würde verdient. Die vergangenen Lohnabschlüsse sind ein Hohn, sie sind nichts anderes als ein einziger schlechter Witz.

Was WIR brauchen, sind kräftige Lohnerhöhungen, starke Kollektivverträge und ein soziales Netz, das wirklich vor Armut schützt – und nicht die Menschen, gerade Frauen und Migrant:innen, im Regen stehen lässt. Es kann nicht sein, dass das Vermögen sich bei einzelnen immer weiter vermehrt, während WIR für jeden Cent mehr am Lohnzettel kämpfen müssen. Die unteren 50 % besitzen gemeinsam nur rund 2,5 – 3 % des Vermögens.

Was WIR brauchen: eine starke, gerechte Sozialhilfe, die tatsächlich eine Sicherung des Lebensunterhalts bedeutet. Die ausreicht für das tägliche Leben, die diesen Namen verdient. Sie soll tragen in schwierigen Zeiten und ein Leben in Würde ermöglichen.

Die aktuellen Preise sind keine Naturgewalt. Wenn Konzerne Krisen nutzen, um ihre Gewinne zu steigern, dann ist das nichts anderes als Kapitalismus. Unser Wirtschaftssystem baut auf die Ausbeutung vieler, für den Gewinn weniger auf. Was wir aktuell brauchen, ist eine mutige Politik, die eingreift und Alternativen aufzeigt – mit Preisdeckeln für Energie und Mieten, mit Vermögenssteuern, Steuern für Krisenprofiteure und mit konsequenter Kontrolle von Monopolen. Und was WIR brauchen, ist eine mutige Streikkultur, die Menschen organisiert auftreten lässt und wo Zusammenhalt entsteht.

Auch die immer weiter steigenden Mieten sind keine Naturgewalt! Wohnen ist keine Ware wie jede andere. Angemessenes Wohnen ist ein Grundrecht. Darum braucht es auch hier endlich Konsequenzen. Migrant:innen müssen oft überteuerte Wohnungen, die in einem sehr schlechten Zustand sind, mieten, weil sie keinen Genossenschaftszugang haben. Weg mit diesem Zwei-Klassen-Wohnen! Diese Dynamik befeuert die Mietpreise zunächst auf Kosten der Migrant:innen, letztlich auf Kosten aller!

WIR gehen heuer an unserem Tag auf die Straße und stehen auf für eine andere Politik:

  • Für Umverteilung.
  • Für echte soziale Absicherung.
  • Für öffentliche Daseinsvorsorge statt Privatisierung.
  • Für eine Arbeitszeitverkürzung.
  • Für Investitionen in Bildung, in den Sozialbereich, Pflege und Infrastruktur.
  • Für eine Politik, die Menschen nicht nach ihrer Herkunft bewertet, sondern Zusammenhalt fördert.
  • Und für eine gerechte Besteuerung großer Vermögen der Reichen in diesem Land.

Denn eines ist klar:
Reichtum ist da. Er ist nur falsch verteilt.

WIR lassen uns nicht einreden, dass kein Geld da sei. Für Aufrüstung in Milliardenhöhe wird Geld ausgegeben und geltende Kriterien der Überschuldung (Maastricht) einfach ausgesetzt. Für Subventionen an Großkonzerne ist Geld da. Dann ist auch Geld da für echte soziale Sicherheit, eine Kindergrundsicherung und bezahlbare Preise. Wir stellen uns klar gegen jede Politik, die versucht, Menschen gegeneinander auszuspielen. Forderungen nach einer eigenen Krankenkassa für Migrant:innen oder nach sozialen Leistungen nur für „Inländer“ sind menschenverachtend, schaffen mehr Ausbeutung, fördern Diskriminierung und spalten die Gesellschaft. Eine solche Politik schadet am Ende uns allen – nicht nur denjenigen, die direkt betroffen sind. Unser Ziel ist ein gutes Leben für alle Menschen.

Unsere Botschaft ist einfach: Nicht WIR müssen den Gürtel enger schnallen – sondern diejenigen, die sich auf Kosten anderer bereichern!

Darum sagen wir laut und deutlich:
Löhne rauf! Preise runter! Unsere Arbeit ist MEHR wert!

Hoch die internationale Solidarität!
Hoch der erste Mai!

(März, 2026)